DIESEL-BAROMETER

Schwerpunkt Verbraucherbefragung

Der Fahrzeugmarkt zeigt von Februar 17 zu Februar 18 einen leichten Rückgang bei gebrauchten und einen deutlichen Rückgang bei neuen Diesel-Pkw. Gestiegen ist innerhalb der verkauften Diesel-Fahrzeuge der Anteil der Pkw mit Euro-6-Norm auf 32,6%. Im Trend ebenfalls gestiegen ist die Anzahl der Endverbraucher (Kaufplaner), die zweifeln, dass Diesel-Fahrverbote die Luftqualität in Innenstädten verbessern (von 34% auf 39%). Gleiches gilt für den Anteil der Kaufplaner, die wegen der Diesel-Diskussion ihren Pkw-Kauf hinauszögern (von 27% auf 33%). Stabil bei 29% ist der Anteil derjenigen geblieben, die ihren aktuellen Diesel-Pkw schnellstmöglich loswerden/ersetzen möchten. Hauptgrund aktuell ist die Angst vor einem Wertverlust. Deutlich gesunken von 46% auf 34% ist der Anteil derer, die sich finanziell an einer technischen Nachrüstung beteiligen würden. Die 34% sehen den Werterhalt als wichtigsten Aspekt einer Nachrüstung. Was die aktuellen Werte betrifft, so liegen diese im Bundesdurchschnitt für dreijährige Diesel-Gebrauchtwagen bei 53,5% des ehemaligen Listenneupreises (regional hohe Abweichungen wegen stark angespannter Diesel-Situation möglich), Benziner sind stabil bei 58%. Bei den Standzeiten liegen Diesel-Pkw mit 102 Tagen weiterhin sehr hoch. Die Skepsis der Endverbraucher, was die Bedeutung des Diesels in Zukunft betrifft, stieg aktuell auf 68%.

Methodik: Das DAT Diesel-Barometer ist eine Momentaufnahme aus primär-/sekundärspezifischen Automarkt-Daten. Für die Endverbraucher­befragung (März 2018) wurde im Auftrag der DAT eine repräsentative Stichprobe von 1.001 Online-Interviews (CAWI) über die GfK durchgeführt. 
Die Datengewichtung erfolgte nach Fahrzeugbestand (Marke u. Motorart). Zeitversetzt erfolgt eine repräsentative Befragung von Pkw-Händlern.

Technische Hinweise: Nicht nur Verbrennungsmotoren, sondern unterschiedlichste Quellen (Bremsen- oder Reifenabrieb, Aufwirbelung von Staub etc.) erzeugen Feinstaub in einer Stadt. Bezogen auf den Dieselmotor stoßen Euro-5- und Euro-6-Motoren eine identische Feinstaub-Partikelmasse aus, Unterschiede gibt es jedoch bei den NOx-Werten (Stickoxid). Im Rahmen der Abgasmessung am Endrohr in Kombination mit der elektronischen OBD-Prüfung bei der Abgasuntersuchung (AU) können allerdings nur CO und Trübung ermittelt werden, nicht aber Feinstaub oder NOx. Separat von diesen Themen müssen die Angaben der Industrie zu Kraftstoffverbrauch  betrachtet werden.