DAT DIESEL-BAROMETER®

Schwerpunkt Flotte/Fuhrpark

Die Nachfrage nach Diesel-Gebrauchtwagen liegt im ersten Quartal 2019 leicht unter dem Vorjahr, die Diesel-Neuzulassungen dagegen deutlich darüber. Kumuliert erreichen sie 291 Tsd. Einheiten (+2,6%). Von allen Diesel-Neuzulassungen im März entfallen 64% auf gewerbliche Nutzer. Diese verteilen sich auf Kfz-Handel, Autobauer, Vermieter und Unternehmen. Befragt man Fuhrparkleiter in Unternehmen nach ihrem Fahrzeugbestand, so besteht dieser zu 84% aus Diesel-Pkw. Davon machen Euro-5-Motoren nur noch 11% aus. Die Einkaufskonditionen für Diesel-Pkw werden nicht zuletzt wegen Lieferschwierigkeiten im Vergleich zu 2017 zwar schlechter eingeschätzt, doch 84% der Fuhrparkleiter haben deren Bestellungen nicht reduziert. Auch bei Dienstwagenberechtigten, die sich ihren Pkw selbst aussuchen dürfen, ist der Zuspruch zum Diesel weiter sehr hoch. Knapp die Hälfte der Fuhrparkleiter plant mittelfristig alternative Antriebe im Fuhrpark. Die Anschaffung von Elektro-Pkw würde v.a. wegen politischer und steuerlicher Rahmenbedingungen, Verbesserung der CO2-Bilanz und konkreten Anfragen von Dienstwagenfahrern in Erwägung gezogen. Immerhin 37% der Fuhrparkleiter bestätigten, vermehrt Anfragen wegen der 0,5-%-Regelung erhalten zu haben – umgesetzt wurden allerdings diese nur knapp zur Hälfte.

Der Blick auf den Pkw-Handel zeigt eine stabile Entwicklung bei den Gebrauchtfahrzeugwerten und Standtagen. Gebrauchte Diesel-Pkw stehen 100 Tage, Benziner 88.

FAZIT

Die Firmenfuhrparks haben weiterhin einen sehr hohen Diesel-Anteil, knapp 90% davon sind bereits mit Euro-6-Motoren unterwegs.

Methodik: Das DAT Diesel-Barometer ist eine Momentaufnahme aus primär- und sekundärspezifischen Daten des Automarkts. Fuhrparkleiterbefragung: Im Auftrag der DAT wurden 164 Online-Interviews über TeleResearch durchgeführt (Feldzeit: 28.3.–11.04.2019). Da keine amtlichen Daten zur Anzahl und Struktur der Betriebe mit Fuhrparks vorliegen, handelt es sich um eine Trendstudie. Befragt wurden Fuhrparkleiter aus Industrie, Gewerbe, Handel und öffentlichem Dienst, die mind. zwei Kriterien erfüllen: 1.) zuständig für das Fuhrparkmanagement, 2.) beteiligt oder zuständig bei der Auswahl und Steuerung etwaiger Fuhrparkmanagement-Dienstleister, 3.) beteiligt an der Frage der Pkw-Finanzierung.

Technische Hinweise: Nicht nur Verbrennungsmotoren, sondern unterschiedlichste Quellen (Bremsen- oder Reifenabrieb, Aufwirbelung von Staub etc.) erzeugen Feinstaub in einer Stadt. Bezogen auf den Dieselmotor stoßen Euro-5- und Euro-6-Motoren eine identische Feinstaub-Partikelmasse aus, Unterschiede gibt es jedoch bei den NOx-Werten (Stickoxid). Im Rahmen der Abgasmessung am Endrohr in Kombination mit der elektronischen OBD-Prüfung bei der Abgasuntersuchung (AU) können allerdings nur CO und Trübung ermittelt werden, nicht aber Feinstaub oder NOx. Separat von diesen Themen müssen die Angaben der Industrie zu Kraftstoffverbrauch  betrachtet werden.