DAT DIESEL-BAROMETER®

Schwerpunkt Verbraucher

Im ersten Drittel des Jahres 2019 konnten kumuliert 1,6% mehr Diesel-Neuzulassungen als im Vorjahreszeitraum getätigt werden, die Diesel-Gebrauchtwagenverkäufe gingen um 2,3% zurück. Zählt man alle Neuzulassungen und Besitzumschreibungen zusammen, liegt der Automarkt insgesamt etwa auf Vorjahresniveau. Fragt man die privaten Autokaufplaner, für welche Motorart sie sich wahrscheinlich entscheiden, so konnte der Diesel zulegen.

17% aller Befragten würden sich für einen Diesel entscheiden, 42% ist der Zuspruch bei den Dieselfahrern. Die Diskussion um die Dieselthematik wirkt sich weiter auf das Kaufverhalten aus: 41% verschieben den Autokauf, dies vor allem wegen der drohenden Fahrverbote. 53% zeigen sich unbeeindruckt. Ein ähnliches Bild bietet die Frage nach der finanziellen Beteiligung einer technischen Nachrüstung. Etwas mehr als die Hälfte würde sich nicht daran beteiligen, 40% würden das in Erwägung ziehen. Hauptgrund für diese Menschen ist der Werterhalt des Fahrzeugs, gefolgt von der Hoffnung, dadurch Fahrverbote zu umgehen.  Ein sehr wichtiger Faktor beim Autokauf ist der Kraftstoffverbrauch. Insofern spielen Kraftstoffpreise eine wichtige Rolle, und besonders Benzin hat sich seit Jahresbeginn um 9% verteuert, Diesel um 3%. Sollte es in Zukunft nur noch alternative Antriebsarten geben, würden sich mehr Menschen für einen wasserstoffgetriebenen Pkw als für ein reines E-Auto entscheiden.

Ganz vorn in der Gunst stünde allerdings der Hybrid. Beim Automobilhandel liest man aus den Zahlen leichte Entspannung: Diesel-Gebrauchtwagen stehen 97 Tage, vergleichbare Benziner 85 Tage. Die Gebrauchtfahrzeugwerte haben sich im April nicht nach unten entwickelt, sondern verblieben auf Märzniveau.

Methodik: Methodik Das DAT Diesel-Barometer ist eine Momentaufnahme aus primär-/sekundärspezifischen Automarkt-Daten. Für die Verbraucherbefragung (Mai 2019) wurde im Auftrag der DAT eine repräsentative Stichprobe von 1.024 Online-Interviews (CAWI) über die GfK im Zeitraum 07.–11.05.2019 durchgeführt. Die Datengewichtung erfolgte nach Fahrzeugbestand (Marke u. Motorart).

Technische Hinweise: Nicht nur Verbrennungsmotoren, sondern unterschiedlichste Quellen (Bremsen- oder Reifenabrieb, Aufwirbelung von Staub etc.) erzeugen Feinstaub in einer Stadt. Bezogen auf den Dieselmotor stoßen Euro-5- und Euro-6-Motoren eine identische Feinstaub-Partikelmasse aus, Unterschiede gibt es jedoch bei den NOx-Werten (Stickoxid). Im Rahmen der Abgasmessung am Endrohr in Kombination mit der elektronischen OBD-Prüfung bei der Abgasuntersuchung (AU) können allerdings nur CO und Trübung ermittelt werden, nicht aber Feinstaub oder NOx. Separat von diesen Themen müssen die Angaben der Industrie zu Kraftstoffverbrauch  betrachtet werden.