DAT DIESEL-BAROMETER®

Schwerpunkt Alternative Antriebe

Der Automarkt in Deutschland hat im August etwas an Fahrt verloren: Benzin- und Diesel-Gebrauchtwagen waren weniger gefragt als im Vormonat, Benzin-Neuwagen erfreuten sich dagegen einer konstanten Nachfrage, Diesel-Neuzulassungen waren leicht rückläufig. Analysiert man die gesamten Neuzulassungen seit Jahresbeginn, so fielen 7,9% in den Bereich der alternativen Antriebe. Die größten Anteile haben nicht die E-Autos (21,2%) sondern mit 73,0% die Hybrid-Pkw. Bei deren Betrachtung muss man beachten, dass zu diesen Pkw auch so genannte Mild-Hybrid-Modelle und Fahrzeuge mit 48-Volt-Bordnetz zählen, die durch einen Benzinoder Dieselmotor angetrieben werden. Die wichtigsten Anreize für ein reines Elektroauto sind ein attraktiver Kaufpreis, gefolgt von Reichweite und Ladegeschwindigkeit. Die Verfügbarkeit von öffentlichen Ladestationen rangiert auf Platz 4. Als notwendige Reichweite gaben die Endverbraucher durchschnittlich 415 km für ein E-Auto an. Bei der Betrachtung der medialen Berichterstattung über E-Autos in den letzten drei Monaten gaben 18% an, sie sei negativer geworden. 38% empfanden sie positiver. In der eigenen Meinung über E-Autos sagten über die Hälfte der Befragten, die Nutzung sei umweltfreundlich, die Herstellung allerdings nicht. Nur ein Drittel sieht ein E-Auto als perfektes Alltagsauto, 41% vertritt eine neutrale Haltung bei diesem Thema. Wenn es um die Anschaffung geht, sehen 45% ein E-Auto als Zweitwagen, 39% könnten sich vorstellen, mit einem E-Auto den hauptsächlich genutzten Pkw zu ersetzen. In der Betrachtung der Fahrzeugwerte von Diesel- und Benzin-Gebrauchtwagen sind diese linear weiter leicht fallend. Im Handel stehen Diesel-Gebrauchtwagen aktuell 88 Tage, Benziner verlassen nach 79 Tagen und damit deutlich schneller den Bestand des Händlers.

Methodik: Das DAT Diesel-Barometer ist eine Momentaufnahme aus primär-/sekundärspezifischen Automarkt-Daten. Für die Verbraucherbefragung (September 2019) wurde im Auftrag der DAT eine repräsentative Stichprobe von 1.005 Online-Interviews (CAWI) über die GfK im Zeitraum 05.–09.08.2019 durchgeführt. Die Datengewichtung erfolgte nach Fahrzeugbestand (Marke u. Motorart).

Technische Hinweise: Nicht nur Verbrennungsmotoren, sondern unterschiedlichste Quellen (Bremsen- oder Reifenabrieb, Aufwirbelung von Staub etc.) erzeugen Feinstaub in einer Stadt. Bezogen auf den Dieselmotor stoßen Euro-5- und Euro-6-Motoren eine identische Feinstaub-Partikelmasse aus, Unterschiede gibt es jedoch bei den NOx-Werten (Stickoxid). Im Rahmen der Abgasmessung am Endrohr in Kombination mit der elektronischen OBD-Prüfung bei der Abgasuntersuchung (AU) können allerdings nur CO und Trübung ermittelt werden, nicht aber Feinstaub oder NOx. Separat von diesen Themen müssen die Angaben der Industrie zu Kraftstoffverbrauch  betrachtet werden.